Open Source und Unternehmen passen für viele Menschen noch immer nicht zusammen. Tatsache ist jedoch das OS längst in den Unternehmen angekommen ist. Ob es nun Linux, Apache, MySQL, OpenOffice oder Firefox ist - in vielen Bereichen hat sich Open Source mittlerweile durchgesetzt. Laut einer Studie von heise open und der Wilken GmbH, an der 3500 Personen teilnahmen, setzen rund 99% der Befragten Open-Source-Software ein. Aber warum ist das so?
Die häufigsten Gründe dürften wohl das Fehlen von Lizenzkosten sein sowie die Tatsache das man sich nicht von einem Hersteller abhängig macht. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der offene Quellcode, der das programmieren eigener Erweiterungen oder die Abänderung des bestehenden Codes ermöglicht und so die Software an die eigenen Bedürfnisse noch besser angepasst werden kann.
Zu den am häufigsten eingesetzten Bereichen von Open Source Software zählen neben Server-Betriebssystemen und Datenbanken auch Netzwerkinfrastruktur und Office. Die am meisten eingesetzte Software in der Sparte Betriebssysteme ist Debian. Bei freien Datenbankmanagement-Systemen liegt erwartungsgemäß MySQL vorn und als Webserver wird Apache eingesetzt. Aber auch in Sachen Virtualisierung, deren Bedeutung immer mehr zunimmt, wird gern auf Open Source zurückgegriffen. Typische Vertreter sind hier Xen oder VirtualBox. Dagegen werden ERP- und CRM-Systeme noch recht wenig eingesetzt was ich persönlich auf das doch teilweise recht unübersichtliche Interface zurückführe.
Auch das Argument des mangelnden Supports zählt heute nicht mehr. Es gibt Firmen für jedes erdenkliche Produkt. Von der einfachen Schulung der Mitarbeiter bis hin zum All-Inclusive-Paket mit 24 Std. Support. Was jedoch weiterhin ein Problem ist, ist der Mangel an Fachkräften und Speziallisten in den Unternehmen selbst. Wie soll es auch anders sein, wo doch in der Schule sowie in der Ausbildung bis hin zu den verschieden Studiengängen Open Source nur eine eher untergeordnete Rolle spielt. Hier besteht dringender Nachholbedarf, denn gerade kleinere Firmen und mittelständige Firmen setzen verstärkt auf Open Source. Und diese bilden ja bekanntlich die Basis in Deutschland. Ein weiterer Punkt warum viele Unternehmen den Einsatz von OS scheuen ist das Unbekannte was da lauert. Der Mensch ist nun einmal ein Gewohnheitstier, das heist er nutzt lieber das was er kennt und schon immer genutzt hat. Er tut sich mit Veränderungen schwer gemäß dem Motto "Was der Bauer nicht kennt, dass frisst er nicht". Jedoch gibt es auch einen Hoffnungsschimmer. So titelt ZDNET "Forrester: Junge Entwickler bevorzugen Linux und PHP".Open Source hat also den Sprung in die Unternehmen geschafft und der Vormarsch ist kaum noch zu stoopen. Gerade in Zeiten von wirtschaftlichem Abschwung überlegen sich immer mehr Unternehmen den Sprung weg von kommerziellen Produkten hin zu freier Software. So ist es nicht verwunderlich das viele Open-Source-Firmen nach eigenen Aussagen nichts von einer Kriese mitbekommen.
Eine Liste von Open Source Software für Unternehmen finden Sie hier.





